SCHLÖSSER FÜR DEN STAATSGAST
SCHLOSS AUGUSTUSBURG UND SCHLOSS SCHÖNHAUSEN

STAATSBESUCHE IM GETEILTEN DEUTSCHLAND

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck.

Sonderausstellung vom 30. Juli bis 1. November 2016

Im Mai 1965 wird Queen Elizabeth II. von Bundespräsident Heinrich Lübke mit höchsten Ehren in Brühl bei Bonn empfangen: Es ist der prächtigste Staatsbesuch in der Geschichte der noch jungen Bundesrepublik. Nur einen Monat später ist der jugoslawische Präsident Josip Tito nebst Gattin in Ost-Berlin zu Gast, als erster offizieller Besucher im neu eingerichteten Gästehaus des DDR-Ministerrates. Zwei Staatsbesuche – zwei gegensätzliche politische Systeme – zwei Schlösser.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung zweier Staaten in Deutschland rangen beide Länder um internationale Anerkennung. In West wie Ost setzte man dabei auf Staatsbesuche als wirkungsvolles Mittel der außenpolitischen Selbstdarstellung. Zwei Schlösser wurden zur Bühne dieser diplomatischen Bemühungen: Schloss Schönhausen in Berlin und Schloss Augustusburg in Brühl bei Bonn.

Mit festlichen Staatsbanketten, Empfängen des diplomatischen Corps und dem Austausch von Geschenken versuchten die jeweiligen Regierungschefs, ihre Gäste zu beeindrucken – und dies ganz bewusst in den prunkvollen Schlossräumen des 18. Jahrhunderts.

Die Ausstellung, die an beiden historischen Schauplätzen gezeigt wird, stellt die Repräsentationsorte zweier gegensätzlicher politischer Systeme einander gegenüber. Im Fokus stehen dabei die unterschiedlichen Rollen, die beide Schlösser zu erfüllen hatten: Schönhausen als Staatsgästehaus der DDR-Regierung, Augustusburg als prächtige Kulisse für Staatsempfänge der Bundesregierung.

Mit zahlreichen Fotografien, Film- und Tonausschnitten werden die Abläufe der Staatsbesuche in Ost und West veranschaulicht und ihre politische Zielsetzung beleuchtet. Authentische Objekte – darunter eine Auswahl von Staatsgeschenken oder eine festlich gedeckte Tafel – eröffnen einen ganz besonderen Blick auf Selbstinszenierung und Selbstverständnis der beiden deutschen Staaten.

Im Schloss Schönhausen ist die Ausstellung vom 1. April bis 3. Juli 2016 zu sehen.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.


Bitte finden Sie hier den Flyer zur Sonderausstellung zum
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Seit 1984
UNESCO-Welterbestätte

Besucherinformation
Schloss Augustusburg


Tel.: + 49 (0) 2232 – 44 000
mail(at)schlossbruehl.de